Elektro-Offensive trägt Mercedes-Benz – trotz Absatzminus in China
Mercedes-Benz verzeichnet ein zunehmend zweigeteiltes Bild seiner weltweiten Fahrzeugverkäufe. Während die Konzernzahlen im dritten Quartal 2026 global rückläufig waren, meldet die...
Jugendkriminalität und Sozialstaat im Fokus: Wallner skizziert Kurs für Herbstverhandlungen
Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hat die innenpolitische Debatte über den Umgang mit Jugendkriminalität und die Ausgestaltung des Sozialsystems neu angeheizt. In der...
Bonvalot-Fall: Vogl verlangt vertrauensbildende Maßnahmen von der Polizei
Die Festnahme des freien Journalisten Michael Bonvalot bei einer Versammlung in Steyr entwickelt sich in Österreich zu einem politischen Streitfall über das Verhältnis von Polizei,...
Kunasek lobt ÖVP-Koalition, Kickl attackiert SPÖ beim FPÖ-Frühschoppen in Hartberg
Die steirische FPÖ hat ihren traditionellen Frühschoppen beim Hartberger Oktoberfest erneut für eine machtbewusste politische Inszenierung genutzt. Vor rund 3.500 Besucherinnen und Besuchern im...
Frühstart in den Wahlkampf: Mikl-Leitner bleibt Spitzenkandidatin der ÖVP
Die niederösterreichische Volkspartei hat mehr als drei Jahre vor der nächsten Landtagswahl zentrale Weichen gestellt und setzt dabei konsequent auf Kontinuität. Landeshauptfrau Johanna...

Quadratmeterpreise divergieren: Österreich im Schnitt rückläufig, OÖ legt zu

08.10.2026


Der österreichische Markt für Eigentumswohnungen hat sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich von den schwächeren Vorjahren erholt. Laut aktuellem REMAX-ImmoSpiegel wurden von Jänner bis Juni österreichweit 24.106 Wohnungen für neue Eigentümer im Grundbuch eingetragen – ein Plus von 25,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025. Damit liegen die Transaktionen erstmals seit 2022 wieder über dem Zehnjahresschnitt und nur noch 8,2 Prozent unter dem Rekordniveau von damals.

Mit der steigenden Zahl an Verkäufen kletterte auch der Gesamtwert der Transaktionen: Bundesweit erhöhten sich die verbücherten Volumina um 26,9 Prozent von 5,59 auf 7,09 Milliarden Euro. In Niederösterreich legte der Umsatz sogar um 41,7 Prozent auf 673 Millionen Euro zu. Dort wechselten im ersten Halbjahr 2.999 Wohnungen den Eigentümer, um 39,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nur das Burgenland verbuchte im Bundesländervergleich einen noch stärkeren prozentuellen Zuwachs.

Preislich zeigt sich ein differenziertes Bild. Österreichweit stieg der typische Kaufpreis laut REMAX nur moderat um 1,6 Prozent von 263.639 auf 267.839 Euro. Die angebotenen Wohnungen wurden im Schnitt größer, wodurch der durchschnittliche Quadratmeterpreis sogar um 1,5 Prozent auf 4.234 Euro sank. In Oberösterreich und Niederösterreich verlief die Entwicklung anders: In Oberösterreich stieg der Quadratmeterpreis auf durchschnittlich 3.699 Euro und damit um knapp neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Niederösterreich erhöhte sich der durchschnittliche Wohnungspreis um 2,6 Prozent auf 213.112 Euro. Innerhalb des Bundeslands reicht die Spanne von rund 269.700 Euro im Bezirk Mödling bis zu knapp 86.900 Euro im Bezirk Gmünd.

Parallel zur Markterholung schlägt die Branche bei der Angebotsseite Alarm. Der Anteil neuer oder generalsanierter Eigentumswohnungen von Bauträgern ist österreichweit weiter rückläufig und sank laut ImmoSpiegel auf 23,4 Prozent aller Verkäufe; im Jahr 2021 hatte dieser Wert noch bei 37,7 Prozent gelegen, 2023 bei rund einem Drittel. Marktbeobachter sehen darin eine Entwicklung mit potenziellen Spannungsfeldern: Während die derzeit nur moderat steigenden Preise – bei inflationsgebundenen Einkommen – die reale Leistbarkeit verbessern und die Nachfrage ankurbeln, könnte das nachlassende Neubauvolumen mittelfristig das Angebot verknappen und erneuten Preisdruck auslösen.